Immer wieder begegnet mir in meiner Praxis das Thema „Schwindel“ und Gang-Unsicherheit – gerade bei älteren Menschen. Eine kleine Begebenheit aus dieser Woche.
Vor ein paar Tagen kam eine ältere Patientin völlig schweißüberströmt zu mir, um pflichtbewusst ihren halbjährlichen Gesundheits-Check-up wahrzunehmen. Auf meine Frage, wie es ihr denn gehe, antwortete sie nur:
„Ei, mir is ja ganz dormelisch…“
Ich fragte sie, ob sie heute schon etwas Wasser getrunken habe. „Nein“ – außer einer Tasse Espresso habe sie es eigentlich ganz vergessen. Mittlerweile war es 10:30 Uhr, das Thermometer zeigte 29 Grad…
Warum wir gerade im Sommer so viel Flüssigkeit brauchen
Bei diesen Temperaturen braucht unser Körper deutlich mehr Flüssigkeit – an heißen Tagen können 3 bis 4 Liter durchaus sinnvoll sein. Am besten eignet sich Wasser: ob mit etwas Ingwer, Zitrone oder Pfefferminze, ob als Tee oder pur. Entscheidend ist, dass wir überhaupt regelmäßig trinken.
Was bei zu wenig Trinken passieren kann
Trinken wir zu wenig, wird das Blut „dicker“ und zähflüssiger – das Herz muss mehr arbeiten, um es durch den Körper zu pumpen. Fachleute weisen darauf hin, dass ein ausgeprägter Flüssigkeitsmangel den Kreislauf belasten kann. Eine ausreichende Trinkmenge ist in der warmen Jahreszeit also wirklich wichtig.
Elektrolyte nicht vergessen
Durch das Schwitzen verlieren wir außerdem Elektrolyte – feinst verteilte Mineralstoffe, die im Körper viele Aufgaben übernehmen: Sie sorgen unter anderem dafür, dass die Muskulatur nicht so leicht verkrampft und dass Signale in den Nerven weitergegeben werden. Fehlen sie, kann das ebenfalls zu Schwindel beitragen.
Ein einfacher Tipp aus der Hausmittel-Küche: bei Bedarf ausreichend Wasser und gelegentlich ein halbes Glas Gurkenwasser (von Gewürzgurken) trinken. Es enthält viele Elektrolyte und wird sogar von manchen Ärztinnen und Ärzten als kleine Soforthilfe genannt. Wer seinen Mineralstoff- und Mikronährstoffhaushalt gezielt unterstützen möchte, für den kann auch eine Infusionstherapie ein Thema sein.
Besondere Vorsicht bei Medikamenten
Bei vielen – und gerade bei älteren – Menschen kommt hinzu: Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, bei dem kann sich deren Wirkung bei zu geringer Trinkmenge verändern. Im Zweifel lohnt sich hier das Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
Mein Rat für den Sommer
Lassen Sie uns alle ausreichend Wasser trinken – am besten nicht eiskalt und nicht zu stark sprudelnd. Aber ehrlich gesagt ist das zweitrangig: ob mit oder ohne Sprudel, ob warm oder kühl – einfach Wasser. Und bitte achten wir gerade bei älteren und kranken Menschen mit darauf, dass sie genügend trinken.
So lässt sich auch dieser Sommer wieder genießen. Bleiben Sie gesund!
Ihr
Marcus Stötzer
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Über den Autor — Marcus Stötzer
Heilpraktiker · Naturheilpraxis Stötzer Wiesbaden
Schwerpunkte: Infusionstherapie, Akupunktur nach Boel, Oxyvenierung, Colon-Hydro-Therapie und Vitalstoffmedizin. Marcus begleitet seine Patienten seit Jahren mit ganzheitlichem Blick auf Körper, Energiebalance und Lebensqualität.
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